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Dienstleistungen und Projekte

FairZink

FairZink ist ein Zertifikat, das an Feuerverzinkereien zunächst begrenzt auf Deutschland vergeben wird, die sich zur Einhaltung von FairZink-Standards verpflichten. Das Zertifikat bezieht sich ausschließlich auf faire Beschäftigung und Förderung der Mitarbeiter.

Grundvoraussetzungen für eine Zertifizierung:

  • Die Unternehmen verpflichten sich, ihre Dienstleistung nur mit in Deutschland sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zu erbringen.
  • Die Unternehmen betreiben systematisch Aus- und Weiterbildung im gewerblichen und kaufmännischen Bereich und fördern Mitarbeiter unabhängig von Alter, Herkunft und Geschlecht. Insbesondere die Förderung von Frauen und jungen Mitarbeitern im gewerblichen Bereich (Facharbeiter/-innen) ist Ziel.

Für eine Zertifizierung unterschreiben die Unternehmen eine entsprechende Verpflichtungserklärung, die folgende Punkte beinhaltet:

  • Die Unternehmen verpflichten sich, ihre Angaben zu sozial-versicherungspflichtiger Beschäftigung durch einen unabhängigen Dritten, z. B. Wirtschaftsprüfer, bestätigen zu lassen.
  • Sie verpflichten sich, einen Bericht über die systematische Aus-/Weiterbildung und Aktivitäten im Rahmen des AGG zu erstellen (Sozialbericht). Dieser Bericht wird durch die Zertifizierungskommission von ZINKSTAHL geprüft.
  • Die Kommission hat das Recht, einen unabhängigen Dritten, z. B. einen Wirtschaftsprüfer, mit der Überprüfung des Berichts im Rahmen eines Audits zu beauftragen.
  • Nach Unterschreiben der Verpflichtungserklärung sowie der Vorlage der Erstbestätigung und des Sozialberichts sind die Unternehmen berechtigt, das Siegel FairZink zu nutzen.

Beratungen

Die Geschäftsstelle von ZINKSTAHL gibt auf Anfrage Hinweise zu Adressen von Gutachtern und Beratungsunternehmen in Korrosionsschutz-Fragen sowie auf öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige in Gerichtsverfahren.

F + E - Projekte

Forschungsprojekte rund um Zink und Stahl

Stahl- und Verbundbrücken mit Feuerverzinken vor Korrosion schützen

Rund 10.000 Brücken deutschlandweit haben derzeit einen gemeinsamen Feind: korrosionsbedingten Verfall. Ja, Sie haben richtig gelesen – Korrosion. Denn Wind und Wetter setzen einem der wichtigsten Bestandteile unserer Infrastruktur zu. Und das gilt es jetzt abzuwenden.

Keine Frage, die Sicherung der Infrastruktur hat sowohl unter ökonomischen als auch unter ökologi-schen Gesichtspunkten einen hohen Stellenwert. Nur so sind eine langfristige Funktionsfähigkeit sowie eine nachhaltigen Entwicklung des Standorts Deutschland gewährleistet. Besonderes Augenmerk liegt deswegen auf Brückentragwerken. Diese sind einem hohen Verschleiß ausgesetzt. Die Ursache: statische, zyklische und auch witterungsbedingte Belastungen. Denn eine hohe strategische Bedeutung hat auch der Verkehrs- und Warenstrom. Je mehr Verkehr nämlich über eine Brücke „fließt“, desto mehr Masse, die ihr buchstäblich ins Gewicht fällt.

Ein Anfang ist bereits gemacht. Mehrschichtigen Beschichtungssystemen sind aktuell vorherrschend in Sachen Korrosionsschutz im Stahl- und Verbundbrückenbau. Doch deren Lebensdauer ist begrenzt. So beschichtet, beträgt die Standdauer eines Tragwerks zwar rund 100 Jahre, allerdings nur unter Berücksichtigung regelmäßiger Reparatur- und Erneuerungsmaßnahmen. Das ist nicht sonderlich effektiv, denn mit wachsenden Lackschichten wächst proportional die Oberflächenspannung, sodass die Abstände zwischen den einzelnen Reparaturen immer kürzer werden.

Aber, auch dieses Problem hat eine Lösung: die Feuerverzinkung. Als traditionelles und gerade im Stahlhochbau als über viele Jahrzehnte wartungsfrei bewährtes Korrosionsschutzsystem, garantiert sie lebenslangen Schutz vor Korrosion. Umso erstaunlicher, dass sie bisher keine nennenswerte Anwendung gefunden hat. Ein Grund hierfür liegt u.a. darin, dass der Einfluss des metallischen Zinküberzugs auf die Eigenschaften des Werkstoffs und der Konstruktion unter zyklischen Beanspruchungen nicht ausreichend geklärt war. Dementsprechend lagen auch keine Bemessungsvorgaben vor.

Bis jetzt. Denn gefördert durch das BMWi, hat das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA) im Zeitraum von 2010 bis 2013 das Forschungsprojektes P 835 durch-geführt und das Ermüdungsverhalten stückverzinkten Stahls systematisch untersucht. Darüber hinaus wurde die Spritzverzinkung als planmäßige Korrosionsschutzmaßnahme an konstruktiven Stößen stückverzinkter Komponenten geprüft. Als Forschungsgegenstand diente hierfür Kleinteilproben sowie großmaßstäblichen Versuchskörpern, jeweils mit unterschiedlichen Kerbschärfen.

Folgenden Forschungsstellen waren dabei an P 835 beteiligt:

  • TU Dortmund, Lehrstuhl Stahlbau
  • TU Darmstadt, staatl. Materialprüfanstalt Darmstadt, Fachgebiet und Institut für Werk-stoffkunde
  • Institut für Korrosionsschutz Dresden

Kleben stückverzinkter Bauteile

Das Stückverzinken ist dafür bekannt, dass das Verzinkungsgut, so weit wie es die Abmessungen des Verzinkungskessels zulassen, vorgefertigt ist. bSo können möglichst große Komponenten unter Werkstattbedingungen gefertigt und vor Korrosion geschützt werden und der Montageaufwand bleibt möglichst klein. Der planmäßige Zusammenbau stückverzinkter Bauteile zu einem Tragwerk erfolgt traditionell im mechanischen Fügeverfahren mittels Schrauben bzw. Bolzen.

Dennoch, neue und moderne Fügeverfahren zur Anwendung bei stückverzinkten Bauteilen sind er-forderlich. Die Gründe sind vielseitig. Zunächst sind es die zunehmenden Komplexität von Konstruk-tionen und Projekten sowie die Notwendigkeit zur Nutzung und Kombination verschiedener Oberflächen bzw. Werkstoffe. Außerdem nehmen die Anforderungen seitens der Kunden kontinuierlich zu, was die Ausführungsqualität und zulässige Toleranzen betrifft. Auch die Notwendigkeit zur Umnutzung und damit Umstrukturierung bestehender Tragwerken sowie dem Trend hin zu flexibleren Systemen bei gleichzeitiger Steigerung der Fertigungseffizienz sind Gründe weswegen es neuer Verfahren bedarf. Das Kleben bietet hierbei ein erhebliches Nutzungspotential.

Im Rahmen des Forschungsprojektes P 960 werden im Zeitraum von 2012 bis 2015 die Grundlagen bezüglich der klebspezifischen Vorbehandlungsmaßnahmen und die damit erzielbare Belastbarkeit von Zinkschichten erarbeitet sowie anhand von Versuchskörpern erste Anwendungen im kleinmaßstäblichen Versuch getestet.

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA) wird durch das BMWi gefördert und von folgenden Forschungsstellen durchgeführt:

  • RWTH Aachen, Institut und Lehrstuhl für Stahlbau und Leichtmetallbau
  • TU Kaiserslautern, Arbeitsgruppe Werkstoff- und Oberflächentechnik

Nachweis der Gleichwertigkeit neuartiger Korrosionsschutzüberzüge für Stahlschutzplanken

Verzinkte Stahlschutzplanken prägen seit vielen Jahrzehnten das Straßenbild in Deutschland und vielen weiteren Ländern. Im Zuge der zunehmenden Nachhaltigkeitsbemühungen kommt der Entwicklung ressourceneffizienter Produkte auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur eine wichtige Rolle zu. Bei stählernen Verkehrsrückhaltesystemen wird dabei zum einen die Anwendung von höherfesten Stählen geprüft, zum anderen der Einsatz neuartiger Korrosionsschutzüberzüge.

Im Rahmen des Forschungsprojektes P 918 werden in Kurzzeitkorrosionsprüfungen als auch in einem mehrjährigen Feldversuch bandverzinkte Stahlschutzplanken mit verschiedenen Zink-, Zink-Aluminium- und Zink-Aluminium-Magnesium-Legierungen ebenso untersucht wie ein modernes Dünnschicht-Stückverzinkungsverfahren unter Einsatz einer Zink-Aluminium-Schmelze.

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA) wird durch das BMWi gefördert und von folgenden Forschungsstellen im Zeitraum von 2012 – 2015 durchgeführt:

  • RWTH Aachen, Institut und Lehrstuhl für Stahlbau und Leichtmetallbau
  • RWTH Aachen, Institut für Eisenhüttenkunde

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